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10Feb

Verbraucherzentrale im Kreis unverzichtbar

Grüne kämpfen für den Erhalt

Seit über 20 Jahren gibt es die Verbraucherzentrale in Gütersloh. Wenn es nach dem Willen des Landrats geht, werden in Zukunft die Bürgerinnen und Bürger des Kreises auf diesen Service weitestgehend verzichten müssen. Einen Antrag der Verbraucherzentrale auf Finanzierung einer Stelle durch den Kreis lehnt der Landrat ab.

Bisher teilt sich die Stadt Gütersloh mit dem Land NRW die Personalkosten und der Kreis ist fein raus, obwohl knapp 40% der Beratungen auf Ratsuchende im Kreisgebiet fallen.

Die Verbraucherzentrale leistet hervorragende, unverzichtbare Arbeit, ist aber personell völlig unterbesetzt. Eine Fachkraft hat in 2016 5.063 Beratungen geleistet und immer komplexere Sachverhalte geklärt. Im Schnitt erledigt eine Fachkraft in NRW 794 Rechtsbesorgungen, im Kreis Gütersloh sind es 1.277! Das ist weder haltbar noch für das Personal zumutbar. Sollte der Kreis die Finanzierung einer Stelle verweigern – die Hälfte würde wieder vom Land getragen – müssten die Leistungen drastisch eingeschränkt und auf die Stadt Gütersloh beschränkt werden.
Das wollen wir unbedingt verhindern.
Die Verbraucherzentrale ist ein Markenzeichen. Die Verbraucher wissen, dass sie hier eine hoch professionelle Beratung erhalten. Das ausgeprägte Netzwerk der Verbraucherzentralen stellt sicher, dass Ratsuchende auch bei komplexen Sachverhalten umfassende Unterstützung erhalten. Niederschwellige Beratung aus einer Hand auch für Menschen mit kleinem Geldbeutel oder unzureichenden Deutschkenntnissen ist einer der Vorteile der Verbraucherzentrale. Auch freie Wohlfahrtsverbände sehen einen steigenden Bedarf an Beratungsleistungen und warnen vor einem Verlust der Verbraucherberatung im Kreisgebiet.
Verbraucherbildung ist ein wichtiger Schwerpunkt, den wir in Zukunft verstärkt in den Blick nehmen müssen. Wenn Menschen die Tücken von Handyverträgen, die Fallen bei Bestellungen im Internet oder sonstigen Verträgen kennen, laufen sie nicht so leicht in die Schuldenfalle. Verbraucherbildung ist in hohem Maße präventiver Verbraucherschutz.

Wir appellieren an die CDU Fraktion mit uns gemeinsam das Beratungsangebot für den ganzen Kreis sicherzustellen, denn wir wollen nicht, dass das Telefon der Verbraucherzentrale für Menschen aus dem Kreisgebiet in Zukunft stumm bleibt.

[Pressemitteilung als PDF…..]

Verfasst am 10.02.2017 um 8:17 Uhr von mit den Stichworten , , , .
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