GRÜNE im Kreis Gütersloh fordern Klarheit und eine pragmatische Lösung:
Die Grüne Fraktion im Kreistag Gütersloh hat eine Anfrage an die Kreisverwaltung gestellt. Ziel ist die Aufhebung der seit Jahresbeginn geltenden, im Vergleich zu anderen Kreisen besonders strengen Auflagen für die Verteilung von aussortierten, hygienisch einwandfreien und noch genießbaren Lebensmitteln durch die Organisation Foodsharing.
Die Anfrage wird für den Gesundheitsausschuss am 28. Januar 2026 eingebracht.
Die Kreisverwaltung hat im Januar 2026 verschärfte Vorgaben und Auflagen für Lebensmittelretter eingeführt, die die Weitergabe von überschüssigen, genusstauglichen Lebensmitteln erheblich erschweren. Die GRÜNEN fragen nach den konkreten Auflagen, den Gründen für deren Verschärfung und nach dem Ermessensspielraum bei deren Festlegung. Ferner wird die Verwaltung gebeten, gemeinsam mit Foodsharing pragmatische, realistische Rahmenbedingungen zu erarbeiten, die eine hygienisch einwandfreie Verteilung genießbarer Lebensmittel durch die Foodsaver ermöglichen. Die Fraktion betont, dass die aktuelle Regelung im Kreis Gütersloh im Gegensatz zu allen anderen Kreisen und kreisfreien Städten steht und damit die lokale Lebensmittelrettung unnötig erschwert und gegenwärtig verhindert.
„Wir können nicht zulassen, dass unnötige Bürokratie die Rettung von Lebensmitteln verhindert, gerade in Zeiten von Klimakrise und wachsender Lebensmittelverschwendung erwarten wir, dass der Kreis Gütersloh pragmatische, praktikable Vorgaben und akzeptable Rahmenbedingungen schafft.
Hintergrund: Foodsharing hat seine Aktivitäten im Kreis Gütersloh Anfang 2026 eingestellt, weil die neuen Auflagen die Umsetzung ihrer Rettungsaktionen und die Verteilung praktisch unmöglich machen. Die Grünen fordern eine pragmatische Lösung, die sowohl hygienische Standards wahrt als auch die Verschwendung von genießbaren Lebensmitteln stoppt.